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Pressemitteilung
Nr. 01/18
2. Februar 2018

Wissenschaftsrat unterstützt Position des BDP zur Novellierung des PsychThG

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) begrüßt die Empfehlungen des Wissenschaftsrats zur Novellierung des Psychotherapeutengesetzes.

Der Wissenschaftsrat hat am 26. Januar 2018 seine Empfehlungen zu den „Perspektiven der Psychologie in Deutschland“ vorgelegt. Einen Schwerpunkt bildet die Reform der Psychotherapeutenausbildung. Der Wissenschaftsrat definiert die Psychotherapie als Anwendungsfach der Psychologie. „Die Empfehlungen stärken die Position des BDP und sichern langfristig die Einheit der Psychologie in Deutschland“, so BDP-Präsident Prof. Dr. Michael Krämer. „Als Vertreter des Berufsstandes der Psychologie in Deutschland ist es die ureigene Aufgabe des BDP psychologische Erkenntnisse aus der Wissenschaft in die Praxis zu transferieren und sich gesellschaftlicher Probleme anzunehmen. Die diesbezügliche Aufforderung des Wissenschaftsrates unterstützen wir folglich in vollem Umfang.“
Für die Psychotherapeutenausbildung fordert der BDP eine fachliche Spezialisierung erst im Anschluss an einen grundständigen Bachelor-Abschluss der Psychologie durch einen Master-Studiengang in Psychologie mit Schwerpunkt in Klinischer Psychologie und Psychotherapie. Ziel ist es, eine zu frühe Festlegung auf ein Arbeitsgebiet zu vermeiden. „Auch der Wissenschaftsrat sieht zur Qualitätssicherung eine praxisbezogene Psychotherapieausbildung auf Basis eines Psychologiestudiums als Königsweg in das psychotherapeutische Berufsfeld“, so Krämer weiter. „Wir begrüßen, dass über neunzig Prozent der Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen im Studienfach Psychologie im Anschluss einen Master-Abschluss anstreben, um für das anspruchsvolle Berufsfeld gewappnet zu sein.“ Eine Approbation zur selbstverantwortlichen psychotherapeutischen Tätigkeit soll den Empfehlungen zufolge nach einem postgradualen Praktischen Jahr mit adäquater Bezahlung erteilt werden.

Weiterführende Informationen:
Die Empfehlungen des Wissenschaftsrats

Diese Pressemitteilung steht auch als PDF zur Verfügung:
www.bdp-verband.de/bdp/presse/2018/PM_01-18.pdf


Philipp Kardinahl, Pressereferent des BDP
Am Köllnischen Park 2, 10179 Berlin
Tel. 030 - 209 166 620
Fax: 030 - 209 166 77 620
presse@bdp-verband.de